Netzhautablösung (Amotio retinae)

Netzhautablösung Amotio retinae

Lichtblitze, schwimmende schwarze Punkte, Schatten und Sehverschlechterung. Diese könnten die ersten Anzeichen einer Netzhautablösung sein. Wie entsteht diese Erkrankung und wie kann die moderne Medizin die Ablösung der Netzhaut beheben? Auf diese Fragen werden wir demnächst antworten.

Netzhautablösung: der Augennotfall, der umgehendes Handeln erfordert

Nicht von ungefähr zählt die Netzhautablösung zu einer der gefürchtetsten Augenkrankheiten. Schliesslich führt sie bei mangelnder Behandlung nahezu unweigerlich zur Erblindung. 

Entsprechend wichtig ist es, dass Sie umgehend Ihren Augenarzt aufsuchen, wenn es zu Symptomen wie Lichtblitzen oder anderen Sehstörungen kommt. Zwar können diese harmloser Natur sein. 

Angesichts der schwerwiegenden Folgen sollten Sie jedoch ganz auf Sicherheit setzen, Ihren Augenarzt konsultieren und auf diese Weise im Idealfall eine Netzhautablösung als auslösenden Faktor ausschliessen.

Obgleich die Netzhautablösung, in der Medizin auch unter der Bezeichnung Amotio retinae bzw. Ablatio retinaegeläufig, ausgesprochen selten vorkommt, lohnt es sich nicht zuletzt aufgrund ihres Status als augenärztlicher Notfall, sich etwas eingehender mit dieser Erkrankung zu beschäftigen.

In diesem Sinne dienen die folgenden Abschnitte dazu, Ihnen die wichtigsten Hintergründe zu diesem Krankheitsbild sowie seiner Behandlung zu vermitteln.

Ein kleiner Exkurs zur Aufgabe der Netzhaut als Einstieg

Um die gesamte Tragweite einer Netzhautablösung verstehen zu können, muss man sich die wichtige Rolle, die die Retina bzw. Netzhaut für das Sehvermögen spielt, bewusst machen.

Auf den ersten Blick erscheint die Retina aufgrund ihrer Komplexität, die nicht zuletzt auf das grosse Aufgebot an mehreren Schichten und Zellen zurückzuführen ist, ein nur schwer durchschaubares Konstrukt.

Worin ihre Kernaufgabe besteht, lässt sich jedoch in einem Satz sagen:

Als innerste Schicht des aus drei Schichten bestehenden hinteren Augenbereiches sowie als sensorischer Teil des Auges ist die Netzhaut für die Verarbeitung von Farb- und Lichtreizen sowie deren anschliessende Weiterleitung an das Hirn über den Sehnerv zuständig.

Betrachtet man diese Hauptaufgabe der Retina, so lässt sich die Symptomatik, die in Verbindung mit Rissen in der Netzhaut sowie einer vollständigen Ablösung der Retina auftritt, leichter nachzuvollziehen. 

Denn kommt es hier zu Störungen bzw. Schäden, so kann sich dies nur in Form einer beeinträchtigten Wahrnehmung sowie einer Fehlleitung der Lichtreize niederschlagen.

Grundlegendes zur Netzhautablösung

Auf den Punkt gebracht spricht man von einer Netzhautablösung, wenn sich der neurosensorische Anteil, sprich die innere Schicht der Netzhaut von dem unter ihr liegenden retinalen Pigmentepithel löst. 

Darauf folgt nahezu unweigerlich eine beeinträchtigte Funktionsfähigkeit des abgehobenen Teils, was sich bei den Betroffenen in Form von erheblichen Gesichtsfeldausfällen bemerkbar macht. 

Diese äussern sich in erster Linie durch das Auftreten heller Lichtblitze, in der Medizin Photopsien genannt, die vor allem bei geschlossenen Augen und im Dunkeln wahrgenommen werden.

In den meisten Fällen wird eine Netzhautablösung auf Löcher und Risse in der Netzhaut zurückgeführt, die unter anderem durch eine Abhebung des Glaskörpers verursacht werden können.

Bei einer rechtzeitigen Diagnose kann eine Ablösung verhindert werden, indem diese Schwachstellen in der Netzhaut mithilfe von Laserstrahlen versiegelt werden.

Hat sich die Retina bereits gelöst, so entscheidet die Schnelligkeit, mit der die erforderlichen Massnahmen eingeleitet werden, weitestgehend über den Grad der verbleibenden Sehkraft. 

Kommt es zu einer zeitnahen chirurgischen Versorgung, die ein Wiederanlegen der Netzhaut zum Ziel hat, so kann der Schaden in der Regel ausgesprochen gering gehalten werden. 

Ein weiterer wichtiger Faktor, der den Verlauf und die Folgen der Erkrankung mitbestimmt, ist das Ausmass der Ausdehnung der Amotio retinae.

Einteilung der Netzhautablösung in drei Typen

Die zugrundeliegenden Ursachen spielen bei der Einordnung der hier zur Diskussion stehenden Netzhauterkrankung eine wesentliche Rolle. 

Dabei besteht der erste Schritt darin, festzustellen, ob es sich um eine primäre oder sekundäre Netzhautablösung handelt. Von Letzterer spricht man, wenn die Amotio retinae infolge eines Traumas oder einer anderen Krankheit auftritt.

In einem zweiten Schritt geht es darum, die genauen Ursachen zu bestimmen und darauf Bezug nehmend letztendlich die jeweils vorherrschende Amotio-Form zu benennen. Zu den potentiellen Typen einer Ablatio retinae zählen die im Folgenden aufgeführten drei Varianten.

Die rhegmatogene Amotio als am häufigsten auftretender Ablatio-Typ

Das Wort ‚rhegmatogen‘, was übersetzt soviel wie rissbedingt bedeutet, verweist bereits auf die tiefere Ursache für diese Form der Netzhautablösung. Verantwortlich ist ein Riss in der Retina.

Dieses wiederum ist in der Regel auf eine altersbedingte Glaskörperverflüssigung zurückzuführen, die für eine Anhebung des hinteren Teils des Glaskörpers sorgt. 

Die Folge ist ein Ziehen des Glaskörpers an der Netzhaut. Fällt dieses besonders stark aus, so kann es passieren, dass dabei Teile der Netzhaut einreissen.

Gefährlich wird es, wenn die Glaskörperflüssigkeit durch die so entstehende Öffnung zwischen die beiden Schichten, bestehend aus retinalem Pigmentepithel und sensorischer Netzhaut, gelangt und auf diese Weise die Trennung bzw. Ablösung herbeiführt. 

Strömt noch mehr Flüssigkeit ein, so ist nicht wie anfangs nur ein Punkt, sondern die gesamte Netzhautfläche von der Ablösung betroffen.

Menschen, die Lichtblitze wahrnehmen, sollten diese, wie bereits angesprochen, als Alarmzeichen verstehen und einen Augenarzt konsultieren. 

Denn handelt es sich tatsächlich um die hier diskutierte Augenkrankheit, so markieren die Photopsien bzw. die Lichtblitze jenes ernste Stadium, das eine beginnende Netzhautablösung einläutet.

Traktive Amotio: der zweite Ablatio-Typ

Die zugbedingte Netzhautablösung, in der Augenheilkunde auch als traktive Amotio retinae bezeichnet, kommt eher selten vor. 

In der Regel sind Krankheiten wie beispielsweise die diabetische Retinopathie dafür verantwortlich, dass auf der Retina Bindegewebsmembrane entstehen. 

Da sie an einigen Stellen der Netzhaut fest haften bleiben, ziehen sie diese mit sich nach oben, sobald sie zu schrumpfen beginnen und führen so eine Ablösung der Retina von dem darunter liegenden Pigmentepithel herbei.

Zu dieser Amotio-Form kommt es bei einer proliferativen Vitreoretinopathie. In der Fachwelt wird diese Augenerkrankung als eine Komplikation der rhegmatogenen Amotio aufgefasst. Rund 3 Prozent der Patienten haben nach einer überstandenen rissbedingten Ablatio retinae damit zu kämpfen.

Exsudative Amotio: die dritte Variante

Auch diese Form der Netzhautablösung kommt eher selten vor. Im Gegensatz zu der Glaskörperflüssigkeit und den Membranen der zuvor genannten beiden Ablatio-Typen als Auslöser führen hier in erster Linie Fette, seröse Flüssigkeiten oder Blut zu der Trennung von Pigmentepithel und neurosensorischer Retina.

Zu den Risikogruppen zählen unter anderem Menschen, die unter der angeborenen Augenerkrankung Morbus Coats, exsudativen Gefässerkrankungen oder intraokularen Tumoren leiden.

Typische Symptome einer Netzhautablösung: ergänzende Anmerkungen

Das Sehen von Blitzen bzw. Photopsien wurde bereits angesprochen. Als besonders markantes und häufig auftretendes Symptom führt es zu Recht die Liste der möglichen Krankheitszeichen, die mit einer Ablatio retinae einhergehen, an. 

Verursacht werden die leuchtenden Blitze von dem Glaskörperzug.Vor allem bei der rhegmatogenen Amotio kann es ausserdem zu einem sogenannten Russregen kommen. 

Dieser besteht aus unvermittelt im Gesichtsfeld auftretenden roten oder schwarzen Flecken, die auf durch den Netzhautriss entstandene Blutungen zurückzuführen sind.

Eine akute Abhebung des hinteren Glaskörperteils geht oftmals mit den sogenannten Mouches volantes, fliegenden Mücken, einher. Gemeint ist hier die Wahrnehmung von bei jeder Augenbewegung mitlaufenden halbdurchsichtigen Schlieren. 

Mit etwas Glück ist für dieses Symptom jedoch ein weitaus harmloserer Grund zu nennen. Ein Beispiel ist eine Trübung des Glaskörpers, die ebenfalls das Phänomen der fliegenden Mücken mit sich bringt.

Betrifft die Ablösung grössere Teile der Netzhaut, so wird dies für die Betroffenen vor allem anhand einer vorhangartigen Gesichtsfeldeinschränkung erkennbar.

Als besonders tückisch erweist sich die Tatsache, dass eine Netzhautablösung im Anfangsstadium zuweilen auch gänzlich ohne das Auftreten eindeutiger Symptome erfolgen kann. 

In diesem Fall zeigt sich die Krankheit oftmals erst, wenn sie die Makula, sprich den Bereich der Netzhaut erreicht hat, der die grösste Dichte an Sehzellen aufweist. Erst dann kommt es zum Auftreten ernster Sehstörungen, die sich unter anderem in einer verzerrten Darstellung niederschlagen.

Risikofaktoren & Häufigkeit

Dass es sich bei der rissbedingten Ablatio retinae um eine besonders häufig vorkommende Variante des Krankheitsbildes Netzhautablösung handelt, wurde bereits erwähnt. 

Betroffen sind vor allem Menschen zwischen dem 55. und dem 70. Lebensjahr. Dieses Faktum bestätigt einmal mehr, dass die rissbedingte Ablatio retinae in den meisten Fällen als altersbedingte Erkrankung bezeichnet werden kann, die eine Verflüssigung des Glaskörpers nach sich zieht.

Studien bestätigen ausserdem, dass auch das gesunde Auge von bereits erkrankten Patienten gefährdet ist. Konkreter ausgedrückt: In dem Zeitraum von einem Jahr nach einer Netzhautablösung an einem Auge bewegt sich das Risiko, dass auch das andere Auge erkrankt, zwischen 3, 5 und 5, 8 Prozent. 

In den nachfolgenden drei Jahren steigt dies auf 9 bis 10 Prozent und macht damit die einstigen Patienten zu der am meisten gefährdeten Risikogruppe.

Zu den Risikofaktoren werden weiterhin eine Kataraktoperation, Kurzsichtigkeit sowie ein Trauma gezählt. Dabei wird das hier deutlich erkennbare höhere Auftreten von Netzhautablösungen mit einer besonders festen Verklebung von Glaskörper und Netzhaut (Glaskörper-Netzhaut-Adhäsion) erklärt.

Vergleichsweise häufig tritt die Krankheit ausserdem bei Diabetikern mit schlecht eingestelltem Blutzucker auf.

Vorsicht geboten ist ebenfalls, wenn in der Familie bereits mehrere Mitglieder an einer Netzhautablösung erkrankt sind.

In allen genannten Fällen empfiehlt sich eine regelmässige Untersuchung der Retina durch den Augenarzt. 

Dies gilt auch für die ersten Wochen von Frühgeborenen, da diese an einer sogenannten Frühgeborenen-Retinopathie, kurz RPM genannt, erkranken können, die ohne ein rechtzeitiges und gezieltes medizinisches Eingreifen gleichermassen zu einer Ablösung der Netzhaut führen kann.

Potentielle Folgen & Zielsetzung therapeutischer Massnahmen

Wird eine rasche Behandlung der Netzhautablösung versäumt, so kann es zu irreparablen Schäden an den betroffenen Netzhautarealen kommen, die letztendlich zur Erblindung führen.

Handelt es sich um eine vollständige Ablösung der Retina und wird diese über einen längeren Zeitraum hinweg nicht medizinisch versorgt, so besteht langfristig die Gefahr einer mit grossen Schmerzen einhergehenden Schrumpfung des Augapfels, in der Medizin Phthisis bulbi genannt, die in einem vollständigen Verlust des Auges resultiert.

Um diesen Vorgang auch Laien verständlich zu machen, ist vielleicht die Vorstellung von einer Unterversorgung und einer daraus entstehenden Verkümmerung der Netzhaut inklusive der sich darin befindlichen Photorezeptoren und Nervenzellen hilfreich. 

Diese wiederum wird durch die Ablösung der Netzhaut von dem für ihre Versorgung zuständigen Pigmentepithel ausgelöst.

Soll eine Therapie den gewünschten Erfolg erbringen, so muss diese also zwangsläufig zu einer Wiederanlage der Netzhaut an das Pigmentepithel führen. 

Glückt dieses Ansinnen, so kann nach Ablauf einiger Wochen, zuweilen jedoch auch Monaten eine spürbare Besserung festgestellt werden, die sich in der Regel durch ein Nachlassen der Symptome und ein Wiedererlangen der einstigen Sehkraft ausdrückt.

Operation der Netzhautablösung

Präsentation bewährter Behandlungsmethoden

Die Art der Therapie einer Netzhautablösung richtet sich unter anderem nach ihrer Ausdehnung, Lage sowie der zugrundeliegenden Ursache. 

Wird die Ablatio retinae beispielsweise durch Traktionen oder Löcher im unteren Bereich des Auges hervorgerufen, so ist ein chirurgischer Eingriff nötig. 

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine rissbedingte Netzhautablösung aufgrund fehlender medikamentöser Alternativen grundsätzlich immer operativ behandelt wird. Ob der Eingriff unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung erfolgt, hängt von dem Schweregrad der Erkrankung ab.

Die folgenden Absätze liefern Ihnen einen ersten Eindruck, wie genau man sich die unterschiedlichen medizinischen Eingriffe vorstellen darf.

Laserbehandlung bei Vorstufen einer Netzhautablösung:

Handelt es sich noch um ein frühes Stadium der Netzhautablösung, das sich beispielsweise in Form von Rissen oder Löchern äussert, jedoch noch keine Abhebung der Retina aufweist, so wird der Augenarzt vorzugsweise auf den eher sanften Eingriff mittels Laser zurückgreifen. 

Bei dieser Variante wird ganz auf Vorsorge gesetzt. Konkret bedeutet dies, dass mit der Lasermethode ein Fortschreiten der Ablösung verhindert werden soll. 

Dies geschieht nicht, wie oftmals angenommen, durch ein Aneinanderschweissen von Retina und versorgendem Pigmentepithel. Vielmehr sorgen die nach einigen Tagen entstehenden Narben auch in den noch nicht betroffenen Bereichen der Retina für eine feste Verbindung mit der versorgenden Schicht.

Verschiedene operative Massnahmen im Überblick:

Mit einem operativen Eingriff sollen die folgenden Ziele erreicht werden:

  • Alle Risse und Löcher werden fest und sicher verschlossen.
  • Der Glaskörperzug wird entspannt.
  • Die inneren Netzhautschichten werden erfolgreich an das retinale Pigmentepithel angelegt.

Um diese Ziele zu erreichen, stehen dem Augenarzt mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Bei der ersten Option handelt es sich um die sogenannte eindellende Operation. Ihre Bezeichnung verdankt diese Variante dem Versuch, das Auge an der Stelle, an der Netzhautrisse vorliegen, einzudellen, um auf diese Weise den Spalt zwischen Aderhaut und Retina zu verringern.

Zu diesem Zweck greift der Augenarzt zu dem Mittel der Ausfüllung von Riss oder Loch in der Netzhaut, in der Medizin auch als Tamponade bezeichnet. 

Liegen mehrere Löcher bzw. Risse vor, so kommt zumeist ein Silikonband zum Einsatz, dass rund um das Auge gebunden wird. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine Silikonplombe auf das Auge zu legen.

Im Anschluss wird an der Stelle, an der sich Riss oder Loch befinden, eine Entzündungsreaktion hervorgerufen, die dafür sorgt, dass sich Netzhaut und Untergrund wieder fest miteinander verbinden. 

Erreicht wird dieses entweder mithilfe von Laserstrahlen von innen oder durch den Einsatz einer Kältesonde, die von aussen an die betroffene Stelle herangeführt wird.

Bei einer komplizierten Netzhautablösung ist ein chirurgischer Eingriff im Inneren des Auges erforderlich. In der Medizin spricht man bei dieser Methode von einer Vitrektomie.

Im Einzelnen handelt es sich dabei um die vollständige Entfernung des Glaskörpers. Ersetzt wird dieser durch eine Tamponade aus durchsichtigem Silikonöl oder Gas, die bewirkt, dass sich die Retina erneut fest mit der darunter liegenden Schicht verbindet.

Die Kombination Vitrektomie und anschliessende Tamponade ist besonders häufig bei der Behandlung einer traktiven Ablatio retinae zu finden.

Neben der eindellenden Operation und der Vitrektomie ist weiterhin die pneumatische Retinopexie als operative Massnahme bei einer Netzhautablösung zu erwähnen. 

Allerdings ist hier einschränkend anzumerken, dass diese Methode heute nur noch bei besonders einfachen Formen der Ablatio retinae angewendet wird.

Bei der pneumatischen Retinopexie handelt es sich um eine Operation, die ambulant durchgeführt wird. Ein Verschluss von Rissen und Löchern in der Netzhaut und ein Wiederanlegung der gelösten Retina erfolgt hier durch die Injektion einer Gasblase, die sich im Inneren des betroffenen Auges ausdehnt.

Informationen zu möglichen Komplikationen

An dieser Stelle ist nochmals hervorzuheben, dass eine Netzhautablösung den Patienten keine Wahl lässt und eventuelle Risiken, die mit einer Operation einhergehen, in Kauf genommen werden müssen, da eine mangelnde Behandlung unweigerlich zur Erblindung führt. 

Zudem lassen sich eventuell auftretende Komplikationen in der Regel rasch beheben.

Ein Beispiel ist die Augenkrankheit grauer Star, die sich bei mehr als 90 Prozent der Patienten bildet, bei denen der Glaskörper entfernt wurde (Vitrektomie). Abhilfe schafft hier rasch und unkompliziert ein operativer Eingriff.

Weitere potentielle Komplikationen sind die Entstehung eines grünen Stars, ein Einbluten des Augeninneren, die Bildung neuer Netzhautrisse sowie die glücklicherweise sehr selten auftretende, jedoch sehr ernste Infektion Endophthalmitis.

Die jeweils zu ergreifenden Massnahmen richten sich in der Regel nach den tieferen Ursachen und werden von Ihrem Augenarzt in die Wege geleitet.

Eine gewissenhafte Nachsorge: das A und O einer vollständigen Genesung

Die Nachsorge sieht folgendermassen aus:
  • Die Behandlung mit abschwellenden, antibiotischen Augentropfen ist nach einer Augenoperation ein Muss.
  • Schonen Sie Ihren Körper in den Wochen nach dem Eingriff und vermeiden Sie anstrengende Workouts und jede andere Art der physischen Belastung.
  • Auf das Lesen ist in den ersten Wochen nach der Operation zu verzichten.
  • Wer Unterhaltung wünscht, darf Fernsehen schauen.
  • Höhen, die über 1000 Meter liegen, sind zu vermeiden, da diese eine Ausdehnung des Gases im Auge bewirken, die wiederum bleibende Schäden nach sich zieht.

Zusammenfassung

Die Ablösung der Netzhaut ist eine Notfallsituation in der Augenheilkunde, die umgehend untersucht und behandelt werden muss, damit das Augenlicht gerettet werden kann. Ohne operativen Eingriff kann das Auge schnell erblinden.

Deswegen müssen Sie bei plötzlich auftretenden Lichtblitzen, schwimmenden schwarzen Punkten und Schatten sofort (innerhalb von 24 Stunden) einen Augenspezialisten aufsuchen.

Unser Augenzentrum und unseren Augenarzt in Zürich Opfikon können Sie jederzeit beim Auftreten von Lichtblitzen, Schatten und fliegenden schwarzen Punkten kontaktieren. Wir untersuchen Ihr Auge sofort.

 

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